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  • Josef Vogt

Bericht Februar 2021

Updated: Dec 2, 2021


Trotz der Corona-Problematik wagten wir im Februar 2021 einen Besuch in Tansania um die laufenden Projekte weiter zu bringen. Wir heißt: Josef Vogt als Stiftungsgründer und Niklas Vogt (Enkel). Es war uns eine gesunde Heimkehr beschieden.


Da war zunächst das Projekt „Schule Kicheba“, wo Entscheidungen anstanden. Diese Secondary School (entspricht in etwa unserer Hauptschule), liegt in einem schwer zugänglichen ländlichen Gebiet in der Region Tanga. Mit 300 Schülern und 22 Lehrern ist sie die einzige Möglichkeit, den Schülern aus den umliegenden Dörfern einen Abschluss zu ermöglichen. Diese Schule hatte keinen Strom, nur unzulängliche Toiletten und angefangene Gebäude ohne Dach. Träger ist der Staat.



In einer „Schulkonferenz“ mit Behörden und Lehrern wurde der Wunsch geäußert, zunächst Toiletten zu bauen und für Strom zu sorgen. In einem weiteren Schritt sollten dann die Dächer vervollständigt werden um mehr Schulraum zu schaffen.

Im Sommer 2020 wurden Toilettenanlagen für Lehrer, Jungen und Mädchen gebaut und von der Stiftung finanziert. Im November wurde eine aus Deutschland in einem Container angelieferte Solaranlage in Betrieb genommen um die Schule mit ausreichend Strom zu versorgen. Offen waren noch die Versorgung der Toiletten mit Wasser und der Beginn des Aufbaus der fehlenden Dächer. Beides konnte begonnen und zum Teil fertiggestellt werden. Solche Baumaßnahmen sind in Tansania aus deutscher Sicht kompliziert, da die Materialien einzeln gekauft und transportiert werden müssen, der Handwerker dann nur den Bau vor Ort ausführt. Ein von der Stiftung angestellter, einheimischer Mitarbeiter hat hier sehr wertvolle Hilfe geleistet.

Nachdem die Rohbauten nun mit einem Dach versehen sind, sollen die Räume für Biologie und Hauswirtschaft ausgebaut werden. Ziel ist es, diese Fächer in den Stundeplan aufzunehmen und durch den Betrieb eines Lehrgartens und die Konservierung von Lebensmitteln einen Schwerpunkt zu setzen.

Die Schule Kicheba wird noch für geraume Zeit ein wichtiges Projekt der Stiftung sein.


Unweit von der Schule liegt auch das Dorf Kibanda. Die Stiftung baute 2018 eine Wasserleitung incl. Dieselpumpe um den Ort aus einem 1,8 km entfernten Tiefbrunnen mit Wasser zu versorgen. Im Zusammenhang damit begannen die Frauen des Ortes (im Rahmen einer Genossenschaft) Seife und kosmetische Produkte herzustellen. Mit großer Kreativität aber einfachsten Mitteln versuchten sie eine Wertschöpfung im Dorf zu ermöglichen. Es fehlten aber die Ausrüstung, die behördliche Zulassung und die Vermarktungsstrategie.

Mit Hilfe einer Frauenorganisation aus Dar es Salaam konnte die Stiftung alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start Up schaffen und diesen finanzieren. Die Stiftung wird dieses Projekt solange beratend und finanziell unterstützen bis es sich selber trägt.



Eine Begleitung, sowohl in wirtschaftlicher als auch in technischer Sicht, ist für solche Projekte essentiell, damit die eingesetzten Mittel auch eine nachhaltige Wirkung haben. Immer im Blick dabei ist auch der Gedanke, dass solche Projekte auch als „Leuchtturm“ wirken und Nachahmung finden.



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