Wasser

Wasser überhaupt und vor allem sauberes Trinkwasser, steht an erster Stelle der menschlichen Bedürfnisse. In vielen Teilen Afrikas hat der Klimawandel zu erheblichen Veränderungen geführt. Zum einen sind es lokal sehr unterschiedliche Verhältnisse, zum anderen verschieben sich die

Großwetterlagen aus dem gewohnten Rhythmus.

Starke Überschwemmungen, verbunden mit Bodenerosion und lange Trockenpartien, machen die Bestellung der Felder und damit die Sicherung der Ernährung immer schwieriger. In dieser Situation ist die lokale Speicherung von Regenwasser oberstes Gebot. In vielen Dörfern ist dies der einzige Weg um ganzjährig mit Wasser versorgt zu sein. 

 

Die Stiftung ermöglichte bis dato den Bau von mehr als sechs unterirdischen Wasserzisternen mit einer Größe von je 40 m³, die Regenwasser speichern und haltbar machen. Der Bau weiterer Zisternen bleibt dauernde Aufgabe.

 

Das Dorf Kibanda konnte mit einer Dieselpumpe und einer 1,8 km langen Leitung an einen Tiefbrunnen angeschlossen werden. Das gesamte Equipment, incl. Solaranlage wurde in Deutschland zusammengestellt, im Container transportiert und von der Stiftung vor Ort in Betrieb genommen. 

 

Das Engagement für eine sicherere Wasserversorgung wird auch künftig ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit sein.

Nahrung

Die Herkunft von Lebensmitteln basiert in unserem Wirkungskreis vor allem auf der Selbstversorgung. Neben den saisonalen und ortstypischen Früchten (Orangen, Bananen, Mangos, Ananas usw.) ist es vor allem der Anbau von Feldfrüchten als Grundnahrungsmittel, der die Versorgung sichert. Insbesondere Mais (als Maismehl Grundlage des Nationalgerichts Ugali) und Sonnenblumen (als ÖL) sind die wichtigsten Lieferanten für Kohlehydrate. Extensive Haltung von Rindern, Schweinen und vor allem Geflügel, die oft freilaufend ihre Nahrung selber suchen, versorgen die Menschen mit Eiweiß. Das Problem sind die starken saisonalen und witterungsbedingten Schwankungen und die kaum vorhandenen Konservierungsmöglichkeiten.  

 

Die gesamte Feldarbeit findet praktisch nur mit der Handhacke statt und ist damit räumlich und zeitlich sehr begrenzt. Durch die Finanzierung von Ackerschleppern nebst Pflug und Scheibenegge erhöhte sich die Schlagkraft im Ort Hale deutlich. Damit konnte die größte „Knochenarbeit“ mechanisiert und ausgeweitet werden.

 

Ebenfalls in Hale konnten eine Maismühle und eine Ölpresse, nebst Stromaggregat, für die Weiterverarbeitung der Feldprodukte angeschafft werden.

 

Die Konservierung von Lebensmitteln ist für die Stiftung ein wichtiges Ziel. Methoden wie z.B. Sterilisieren, Kühlen und Frosten etc. sind kaum bekannt und werden nicht angewandt. Dazu ist in der Regel auch eine sicherere Stromversorgung (durch Solar) notwendig. In zwei Fällen wurden durch die Stiftung Solaranlagen mit entsprechenden Leistungen gebaut.  

Bildung

In Tansania ist die Quote der Menschen die Lesen und Schreiben können bei ca. 70%. In der Primary School (Grundschule) werden die Kinder auf Swahili unterrichtet, zusätzlich steht Englisch als zweite Verkehrssprache auf dem Stundenplan (so es genügend Lehrkräfte gibt). Etwa zwei Drittel der Kinder verlassen diese Schule mit einem Grundschulabschluss. Der Besuch ist kostenfrei.

 

Wer die Abschlussprüfung der Grundschule besteht, kann in die Secondary School (Hauptschule) wechseln, die allerdings kostenpflichtig ist. Ohne diesen Abschluss ist eine Berufsausbildung nicht möglich. Mit der Kostenpflicht dieser Schule beschränkt sich der Teilnehmerkreis auf ca. 35% der Grundschüler. Damit wird schon die Bildungsbasis der armen Bevölkerung vorenthalten. 

 

Es ist ein langfristiges Ziel der Stiftung, Bildung in jedweder Form zu unterstützen. Dies geschieht einerseits durch punktuelle Unterstützung in Form von Stipendien für Fachschüler und Studierende, indem Studien- und Internatsgebühren für geeignete Kandidaten übernommen werden, andererseits durch infrastrukturelle Unterstützung von Schulen allgemein.